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Technik Ideen (und Gedanken)
Geschrieben von: Dade   
Samstag, den 17. April 2010 um 20:54 Uhr

So, der erste echte Eintrag - der Hauptgrund, warum dieses Blog überhaupt entstanden ist. Denn bei einem Gespräch zu dieser Idee wurde dieses Blog geboren.

Es ist eine kleine Wunsch-Vision, wie ich mir die Hardware der Zukunft vorstelle. Dazu sollten alle Leser wissen, das ich seit Jahren PDA's nutze und diese Geräte wirklich lieb gewonnen habe.

Im Grunde geht es um ein Kombigerät, das PC und PDA vereint. Dieser Artikel soll die Idee und die dazu entstandenen Gedanken festhalten. Und da es davon schon einige gab, könnte das hier etwas länger werden... ;-)

Die Idee kam mir, als ich mir meinen aktuelles Smartphone zugelegt habe. Was vor wenigen Jahren noch unglaublich schien, ist heute realität: 1 GHz Tatfrequenz in einem "Mobiltetelfon". Und auch 512 MB Hauptspeicher sind mitunter schon verbaut. Und auch 16 GB Micro-SD Karten sollen in Kürze verfügbar sein. Alles in allem hat ein heutiges Smartphone als ein vielfaches der Rechenleistung meines ersten 4/86er.

Gehen wir also davon aus, das die Rechenleistung und die Speicherkapazität weiter Steigt, Platzbedarf und Stromverbrauch aber dafür konstant bleiben.

Kommen wir zu den Details:

Die größe des Geräts sollte nicht kleiner als ein iPhone sein, ich denke da an die Abmessungen eines HTC HD2. Die Front sollte ein Multi-Touch Display sein.
Der Unterschied zu heutigen Smartphones liegt im System-Design. Prozessor und Mainboard (bzw. das Gerät) sollen zwei Betriebsmodi unterstützen: Mobil (Smartphone) und Desktop (ja, Desktop! ;-).

Prozessor:

Für den Prozessor bedeuted das, er muss
a) aus zwei verschiedenen Kernen bestehen, von dem einer deaktivierbar ist
oder
b) einen großen Teil seiner Leistung / seines Strombedarf deaktivieren / reduzieren können.
Ich denke da als Smartphone an ein Frequenzfenster von 500 bis 1500 MHz und für den Desktop-Betrieb an Werte zwischen zwischen 1,5 und 3 Ghz (oder auch mehr, wenn das möglich ist... ;-).

Dieses Konzept dürfte von den heutigen Technologien (Multi-Core) ja nicht all zu sehr Unterscheiden...

Mainboard:

Hier gibt es eine große Änderung zu den bestehenden Systemen, denn es soll quasi zweiteilig sein. Das Smartphone enthält den Prozessor, Hauptspeicher und "etwas" Massenspeicher (60 - 120 GB). Und nätürlich die ganzen anderen netten Gimmicks (Lagesensor, GPS, WLAN, ...).

Der zweite Teil des Mainboard befindet sich in einer Docking-Station (dazu später mehr). Diese verwaltet weitere Massenspeicher, ggf. eine leistungsfähige Grafikkarte oder andere, vom heutigen PC bekannte Komponenten. Auch weitere Prozessoren und oder mehr Hauptspeicher könnten möglich sein.

Um dieses zu realisieren müssen allerdings alle Komponenten (Hardware und Software) darauf Abgestimmt sein...

Betriebssystem:

Das Betriebssystem müsste ebenfalls beide Modis unterstützen.
Im Smartphone-Betrieb wird automatisch auf den internen Bildschirm zurückgeschaltet; laufende Desktop-Applikationen werden "eingefroren". Im Desktop-Modus verhält sich das Gerät wie ein Computer.

Über einen Mechanismus wie die Offline-Dateien heutiger Betriebssysteme könnte man auch einen Kontext-Eintrag erzeugen, der Ordner und Applikationen für die mobile Nutzung vorbereitet. Dazu müssen natürlich die Treiber und Programme dafür ausgelegt werden, im Betrieb von einem Teil der Hardware getrennt zu werden.

Docking-Station:

Diese kann beliebige Formen haben. Aufrecht auf dem Tisch oder liegend in ein Gehäuse (Desktop / Notebook) eingeschoben - der Flexibilität sollen keine Grenzen gesetzt werden. Der Mainboard-Teil der Docking-Station bietet dann optionale Zusatzleistung und Speicher, muss aber auch eine Kopplung ermöglichen, so das bestimmte Ressourcen wie (Teile des) Massenspeicher oder einzelne Geräte nicht für jedes eingedockte Smartphone zugänglich sind.

Prinzipell soll es aber möglich sein, jedes Smartphone mit jeder Docking-Station zu koppeln. Dadurch könnte man bei einem Bekannten kurzzeitig auf erweiterte Ressourcen zurückgreifen - mit dem eigenen Gerät. Wer zum Beispiel viel mit Musik oder Video arbeitet, kann dann Unterwegs schnell auf einen erweitereten Bildschirm und Tatstaur / Maus zugreifen, ohne erst umständlich Software installieren zu müssen...

Das Display des Smartphone könnte man übrigens in einen anderen Beriebsmodi setzten, z.B Multi-Touch-Pad oder Mini-Schnellstart für Programme...

Ebenfalls wichtig ist es, einen Mechanismus für sicheres abdocken zu haben - bei diesen Geräten ist es nicht mehr möglich, sie einfach aus der Halterung zu nehmen, wenn sie im Desktop-Betrieb sind. Denn Software und Betriebssystem müssen vorher etwas Zeit zum reagieren haben... (Diese sollte sich aber im Bereich von max. 5 Sekunden bewegen.)

Zur Verriegelung könnte man einen primär elektomagnetischen angetriebenen Mechanismus verwenden - der vom Betriebssystem (aber im Notfall auch ohne Software-Interaktion / Strom) geöffnet werden kann...

Software:

Auf der einen Seite ist es Mehraufwand, denn das Betriebssystem benötigt Meta-Informationen betreffend der benötigten Daten / Bibliotheken. Diese müssten von den Programmen bereitgestellt werden.
Das sollte mit eintsprechenden Tools jedoch kein Thema sein - für Dokumentation gibt es ja heute schon Dinge wie DoxyGen oder Sandcastle. Auf dem Prinzip (Dokumentation durch Kommenare im Programmcode) kann man aufbauen...

Zusätzlich müssen die Programme ein "Freeze" unterstützen, auch das ist mit etwas Aufwand verbunden. Wenn es jedoch einen Standard gibt, sollte sich auch dieser In Grenzen halten...

Ein großer Gewinn ist aber der Wegfall einer erforderlichen Syncronisation, wenn ein Tool als Smartphone-App und als Desktop-Tool arbeitet - es wird ja auf eine Datenbasis zurückgegriffen... ;-)

 

Das Ende:

Alles ist mal vorbei, auch dieser Artikel.

Das ein solches System wirklich erscheint, halte ich jedoch (leider) für unwarscheinlich. Mit der (heutigen) Industrie wird ein solch (freier) Standard nur schwer umsetzbar sein. Und der OpenSource-Community fehlen die Prouktions-Kapazitäten. Insgeheim hoffe ich jedoch, das es doch noch dazu kommt - wer auch immer so etwas mal umsetzt... ;-)

 

Bis dann,

Dade

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. April 2010 um 23:06 Uhr